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17.02.2016

Die Hochwassergefahrenkarte für den Bodenbach liegt vor

Stadt Wernau - Stadt Wernau

Hochwasser am Bodenbach? Der Bach, der sich von Notzingen durch das gesamte Wernauer Stadtgebiet teilweise offen und teilweise in verdolten Bereichen in den Neckar schlängelt, kann für manche Bereiche zu einem Gefahrenpunkt werden. Denn Hochwassergefahr geht nicht nur von großen Flüssen und Gewässern aus. Durch Starkregen wurden in den vergangenen Jahren in vielen Gegenden vermehrt kleine Bäche zu reißenden Flüssen. Menschen können gefährdet sein und die Sachschäden sind oft beträchtlich. Welche Gebäude und welche Straßen wie tief unter Wasser stehen könnten, falls der Bodenbach über die Ufer tritt, zeigt nun die Hochwassergefahrenkarte, mit der sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigte. Das Ergebnis ist relativ erfreulich: Auch wenn in manchen Bereichen Flächen entlang des Bodenbachs gefährdet sind, werden keine teuren Investitionen fällig. Ein Regenüberlaufbecken in Richtung Notzingen muss nicht gebaut werden.

Die Hochwassergefahrenkarten sind die Folge einer "Europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie", die die Europäische Kommission bereits 2007 verabschiedet hat. In einem Gemeinschaftsprojekt von Land und Kommunen wurden sie auch für Flüsse in ganz Baden-Württemberg erarbeitet. Sie zeigen Überflutungsflächen und -tiefen für verschiedene so genannte „Jährlichkeiten". „HQ 100" bezeichnet ein statistisch gesehen alle 100 Jahre auftretendes Hochwasser, ein sogenanntes Jahrhunderthochwasser. Darüber hinaus gibt es 10-jährliches, 50-jährliches und ein  „extremes" Hochwasser, das laut Statistik noch seltener als alle 100 Jahre auftritt. In den entsprechenden Karten werden auch die so genannten Überflutungstiefen dargestellt, an denen sich ablesen lässt, wie hoch das Wasser beim 100-jährlichen und beim extremen Hochwasser ansteigt.

Bestandsschutz für bestehende Gebäude

Bürger, Betriebe und Behörden können nun in Erfahrung bringen, wo mögliche Brennpunkte sind und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an welcher Stelle und in welchem Ausmaß betroffen zu sein. Über die Wasserstände an mehreren Pegeln wurde das Einzugsgebiet geeicht, um anhand von Abflussdaten statistisch aussagekräftige Werte ermitteln zu können. Darüber hinaus wurden Parameter, wie etwa der Siedlungsanteil, die Vegetation, die Geologie oder das Gefälle miteinberechnet.

Seit dem 5. Februar liegt die Hochwassergefahrenkarte nun in der fertigen Version vor, besaß aber bereits in der vorläufigen Version für die Wasser- und Baurechtsbehörden rechtsbindenden Charakter und sorgt für strengere Bauvorschriften, sagt Stadtbaumeister Jürgen Hartmann. Die Einschränkungen können bis zum Bauverbot reichen, wenn Grundstücke von einem 100-jährlichen Hochwasser betroffen sind. „Was genau zu tun ist, muss bei jedem Bauvorhaben in diesen Bereichen genau festgelegt werden", sagt Jürgen Hartmann. Für bestehende Gebäude ändere sich grundsätzlich nichts, sie haben Bestandschutz und müssen keine eigenen Hochwasserschutzmaßnahmen treffen. Allerdings sind die Eigentümer verpflichtet, hier im Rahmen der Eigenvorsorge tätig zu werden und zu ihrem eigenen Schutz  beispielsweise Sandsäcke bereitzuhalten. „Kontrollen werde es nicht geben", meinte Bürgermeister Armin Elbl. Man setze vielmehr auf Information. Eine Broschüre mit wichtigen Tipps soll an die Betroffenen verteilt werden.

Bürgermeister Armin Elbl, der mit einer deutlich stärkeren Überflutung gerechnet hatte, zeigte sich positiv überrascht und war froh, dass kein Regenrückhaltebecken gebaut werden muss. Stadtrat Karl Bisinger (CDU) erinnerte an das extreme Hochwasser im Jahr 1978 und gab zu bedenken, dass damals im Bereich des heutigen Lebensmittelmarktes im Gewerbegebiet Brühl „alles unter Wasser war". Jürgen Hartmann erläuterte anhand der aktuellen Pläne, dass im Bereich des Lebensmittelmarktes und im neuen Gewerbegebiet Brühl III / Winklen II die vorgenommenen Hochwasserschutzmaßnahmen sogar gegen extremes Hochwasser schützen.

Wo Hochwasser am Bodenbach möglich ist:

  • Im bestehenden Gewerbegebiet an der Brühlstraße sind zwei bis drei Gebäude betroffen.
  • Bei extremem Hochwasser ist gegenüber dem Bergfriedhof ein Wohngebäude betroffen
  • Unterhalb des Bergfriedhofs kommt es im Bereich der Verdolung des Bodenbachs, der derzeit saniert wird, bei einem 100-jährlichen Hochwasser zu einem Rückstau, wodurch der Bodenbach über die Ufer tritt. Das Wasser fließt dann die Kirchheimer Straße hinunter bis zur Junkersstraße wo es am Stadtplatz wieder das offene Bachbett mündet. Bei einem 100-jährlichen Hochwasser ist damit zu rechnen, dass das Wasser auf der Kirchheimer Straße je nach Bereich 12 bis 54 Zentimeter und bei einem extremen Hochwasser 48 bis 131 Zentimeter hoch steigt.
Karte und Informationen zum Nachlesen online

Die Hochwassergefahrenkarte für den Bodenbach und für den Neckar finden Interessierte über die Homepage der Stadt Wernau unter www.wernau.de. Auf dieser interaktiven Karte kann jeder nachschauen, ob und in welchem Ausmaß sein Grundstück oder Gebäude gefährdet ist.
Tipps zur Eigenvorsorge gibt es im Internet unter www4.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/83823/
Informationen zu den Hochwassergefahrenkarten und weitere Informationen zum Thema Hochwasser sind unter www4.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/114757/
abrufbar.

Dieser Artikel wurde original aus dem/der Stadt Wernau entnommen,
wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.

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