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29.11.2014

Markstein in der Geschichte der Wernauer Feuerwehr

WAZ - WAZ

Proper herausgeputzt und geschmückt stand das nagelneue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 im Magazin der Feuerwehr in der Daimlerstraße, wo am vergangenen Freitag die Fahrzeugweihe und Übergabe des neuen Kommunalfahrzeugs mit zahlreichen Ehrengästen gefeiert wurde. Waren doch bis zur endgültigen Auslieferung und zum letzten TÜV-Termin gut zwei Jahre Planung und umfangreiche Vorarbeiten erforderlich gewesen.

Spätestens als die Hüllen fielen und Feuerwehrkommandant Rainer Märsch gemeinsam mit Bürgermeister Elbl dem mächtigen „Geschenk auf vier Rädern" die langen Bahnen goldener Verpackungsfolie nahm, war nicht nur den Floriansjüngern die Freude ins Gesicht geschrieben. „Das ist ein bedeutender Markstein in der bald 130-jährigen Geschichte der Wernauer Feuerwehr", war sich Bürgermeister Armin Elbl sicher. Die Anschaffung des HLF 20 sei nach der Einweihung des Erweiterungsbaus des Feuerwehrmagazins vor drei Jahren „ein weiterer, wichtiger Schritt zur Sicherung unseres Feuerwehrstandorts und der Einsatzfähigkeit unserer Wehr", sagte das Stadtoberhaupt. Das heutige Aufgabenspektrum der Feuerwehr erfordere mehr denn je eine technische Ausstattung, die ein Höchstmaß an Sicherheit biete.

Feuerwehrkommandant Rainer Märsch schilderte die Biographie der Anschaffung des neuen HLF 20. Das HLF 20 löst das 37 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLF 16 ab, das nun allein schon aus Platzgründen an die Partnerstadt Bonyhad übergeben werden soll. Zum Fuhrpark der Wernauer Wehr gehören insgesamt vier Großfahrzeuge.Das rund 15 Tonnen schwere Feuerwehrauto, das die Wernauer Wehr an diesem Abend offiziell in Dienst nahm, war von den Firmen Rosenbauer, MAN und Barth nach den Vorstellungen und Bedürfnissen der Wernauer gebaut und ausgestattet worden. Als Besonderheit ziert eine große, grafische Darstellung der Wernauer Stadtansicht den knallroten Lack einer der Fahrzeugseiten.

Kein Katalogartikel: Arbeitsgruppe erarbeitete Konzeption


Ein dickes Lob galt der eigens für die Ersatzbeschaffung gegründeten 16-köpfigen Arbeitsgruppe, die in 39 Sitzungen, bei Fahrzeugbesichtigungen, Hersteller- und Vergabegesprächen bis hin zur Endabnahme zusammen 527 Arbeitsstunden abgeleistet, Zeit und Urlaub geopfert haben. Jedes Detail sei durchdacht worden. Hervorzuheben sei nicht nur der ökologische Aspekt, zum Beispiel bei der Motorenwahl, sondern dass aus dem Gerätebestand des alten Fahrzeugs so viel wie möglich übernommen wurde. Angesichts von Kostensteigerungen wurden alle Register gezogen: Auf nützliche, aber nicht zwingend notwendige Dinge sei verzichtet worden. Zum Beispiel auf ein Allradfahrgestell. Das jetzt eingebaute Gestell sei nicht nur günstiger, sondern auch leichter. Das schaffe Platz für mehr Geräte und Löschmittel.

Aufgrund der hohen Beschaffungssumme war eine europaweite Ausschreibung notwendig gewesen. „Dabei war uns Rechtssicherheit wichtig", sagte Bürgermeister Armin Elbl, weshalb die Stadt Christian Schwarz von der Feuerwehr Plochingen in seiner Funktion als Berater der GT-Service-Gesellschaft des Gemeindetags Baden-Württemberg zur Erstellung der 54-seitigen Leistungsverzeichnisse mit ins Boot geholt habe.

Einstimmigkeit im Gemeinderat

Rund 400.000 Euro kostet das Fahrzeug, das neun Feuerwehrleute aufnehmen kann. Einstimmig hatte der Gemeinderat im Herbst letzten Jahres der Ersatzbeschaffung zugestimmt. Kommandant Rainer Märsch dankte der Stadt und dem Gemeinderat für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. Bürgermeister Armin nannte das einhellige „Ja" in Zeiten knapper Kassen ein eindeutiges Signal dafür, „dass wir konsequent an der Umsetzung des 2008 aufgestellten Feuerwehrbedarfsplanes festhalten". Ohne den Landeszuschuss von circa 100.000 Euro wäre die Neuanschaffung noch schwerer machbar gewesen. Sein Dank galt dabei auch Kreisbrandmeister Bernhard Dietrich, der die Stadt nach Kräften bei der Antragstellung unterstützt habe.

Ein Geschenk an die Sicherheit der Bürger

Dieser sah in dem neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug ein Geschenk an den notwendigen Schutz und die Sicherheit der Bürger. Als „eierlegende Wollmilchsau", so Kreisbrandmeister Bernhard Dietrich in seinem Grußwort, biete das HLF 20 als Erstschlagwaffe optimale Voraussetzungen für verschiedenste Einsatzsituationen, für herkömmliche Brandeinsätze wie auch für Verkehrsunfälle, Gefahrguteinsätze oder für die Menschenrettung.

Funktional, aber noch nicht optimal aufgestellt sei die Wernauer Wehr jetzt, befand Bürgermeister Armin Elbl. Zur „Top-Aufstellung" und als Ergänzung zur „Erstschlagwaffe" HLF 20 fehle den Floriansjüngern noch der Gerätewagen Logistik. Weil es dafür 2014 keinen Landeszuschuss gab, stehe das Fahrzeug nach wie vor auf dem Wunschzettel. „Wir hoffen auf einen Bewilligungsbescheid im nächsten Jahr", sagte der Kommandant Rainer Märsch.

Pfarrerin Sabine Waldmann von der evangelischen Kirchengemeinde und Pfarrer Patrick Stauß von der katholischen Gesamtkirchengemeinde segneten das Feuerwehrfahrzeug und stellten es mit bewegenden Worten unter Gottes Schutz.

Anschließend konnten die Gäste das Feuerwehrfahrzeug mit seiner hochmodernen Ausstattung besichtigen. Das Musikschul-Band-Trio Marius Schneider, Vanessa und Steven Schiller sorgte für den musikalischen Rahmen. Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes übernahm die Bewirtung der Gäste der Feierstunde.

Dieser Artikel wurde original aus dem/der WAZ entnommen,
wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.

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