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22.10.2009

Freiwillige Feuerwehr übt für den Ernstfall

WAZ - R.Märsch

Am vergangenen Freitag wurden die bunten Lichter und die lautstarke Musik der Eisdisco von Blaulicht und Martinshorn übertönt. Viele Zuschauer verfolgten trotz schlechten Wetters die diesjährige Feuerwehrhauptübung am Eisstadion im Neckartal und überzeugten sich von der Schlagkraft der Wernauer Wehr. Dichter Rauch simulierte ein in Brand geratenes Holzlager im linken Außenbereich der Eishalle, wobei die Flammen bereits auf die Holzkonstruktion der Halle übergegriffen haben. Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes meisterten die Übung souverän und überzeugten so eindrucksvoll, mit welcher Professionalität sie diese ehrenamtliche Aufgabe wahrnehmen.

Die Übungslage war sehr praxisnah: Die Chefin des Eisstadions, Heike Mack, alarmierte unter Beisein der Zuschauer die Feuerwehr, die nur wenige Minuten nach dem der Notruf einging. Mit vier Großfahrzeugen und einem Einsatzleitwagen traf sie am Einsatzort ein. Der Übungsablauf gab vor, dass der Brand aufgrund der Eisdisco erst spät entdeckt und die Fluchtwege zum Teil erst durch die Feuerwehr geöffnet werden mussten. Der Innenraum der Eishalle war stark verraucht und die Feuerwehr musste viele, teilweise bewusstlose Personen aus dem Gebäude evakuieren. Hierbei kam zum ersten Mal auch die erst kürzlich beschaffte Wärmebildkamera unter Realbedingungen zum Einsatz. Mit Hilfe der hoch sensiblen Kamera können insbesondere bewusstlose und regungslose Personen auch in dichtem Rauch und in Finsternis geortet und gerettet werden.

Neueste Technik

Insgesamt waren zirka 20 Jugendliche der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuzes als verletzte Personen im Inneren des Übungsobjektes versteckt. Dank ihrer guten Ausbildung und der neuesten Technik konnten die Floriansjünger alle verletzten und gefährdeten Personen schnell und sicher aus der Eishalle bergen und zur weiteren medizinischen Versorgung an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Sanitäter kümmerten sich dann in einem mobilen Einsatzzelt um die Verwundeten und deren besorgten Angehörige. Neben der vordringlichsten Aufgabe, nämlich der zügigen Menschenrettung, führte die Feuerwehr die Brandbekämpfung sowie technische Hilfeleistung in Form von mobiler Ausleuchtung des Einsatzortes durch.

Realistisches Szenario

Bei der Übung spielte die Feuerwehr in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Polizei ein realistisches Szenario durch, um auf den Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Jede Person in der Truppe hatte seine Aufgabe: Die einen sorgten dafür, dass der Schauplatz gut ausgeleuchtet war, die anderen schlossen Wasserschläuche und Pumpen an, wieder andere retteten die Menschen und übergaben sie an die fürsorglichen Helfer des Roten Kreuzes, die sich um alles Weitere kümmerten. Der Feuerwehrehrenkommandant, Dieter Götz, kommentierte die Übung über Lautsprecher, so dass die Zuschauer zu jeder Zeit der Übung genau über das derzeitige Geschehen informiert waren. Im Anschluss an die Hauptübung bescheinigte der stellvertretende Kreisbrandmeister, Jürgen Burkhardt, bei der Manöverkritik im Feuerwehrhaus einen einwandfreien Übungsverlauf und auch der Kommandant, Rainer Märsch, war mit der Leistung seiner Truppe sehr zufrieden.

Dieser Artikel wurde original aus dem/der WAZ entnommen,
wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.

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