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17.08.2010

Schon 112 Jugendliche ausgebildet

Eßlinger Zeitung - Eßlinger Zeitung

EZ-AKTION EHRENAMTSPREIS 2010 „STARKE HELFER"

WERNAU: Dietmar Schwarz ist seit 26 Jahren Jugendfeuerwehrwart - Als Zwölfjähriger Mitglied der ersten Jugendgruppe
Mit zwölf Jahren ist Dietmar Schwarz in die Wernauer Jugendfeuerwehr eingetreten, die damals gegründet wurde. Seitdem ist der 50-Jährige dabei, trat mit 18 in die aktive Wehr über, er ist Gruppenführer und seit 1984 Jugendfeuerwehrwart. Für die EZ hat Oberlöschmeister Schwarz nachgerechnet: In den 26 Jahren hat er 112 Jugendliche ausgebildet.



Hoch auf dem roten Wagen: Dietmar Schwarz chauffiert seine Jugendgruppe regelmäßig am Ende des Übungsabends ein bisschen durch die Gegend. Kein Wunder, dass die Wernauer Wehr keine Nachwuchsprobleme hat . Foto: Bulgrin

Unter den jungen Leuten waren übrigens auch seine beiden Kinder. Tochter Sarah, heute 22 Jahre, und Sohn Benedikt sind beide noch aktiv. Der 24-Jährige tritt offenbar in die Fußstapfen seines Vaters: Er wurde im Frühjahr zum Gruppenführer ernannt und trägt mit dieser Führungsposition jetzt ebenfalls Verantwortung.

Dass er für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen und in die Runde der letzten Zehn gewählt worden ist, hat Dietmar Schwarz aus der Zeitung erfahren. Und zwar erst zwei Tage später. „Am Montag im Geschäft" habe er von dem Zeitungsbericht erfahren. Seine Familie wusste es, hatte aber dichtgehalten.

„Wusste nicht, um was es geht"

Als der Text samstags erschien, war Schwarz arbeiten, abends hatte er keine Lust mehr, zu lesen und dann fehlte der entscheidende Mittelteil. Montags sprachen ihn Kollegen auf den Bericht an. „Ich wusste gar nicht, um was für einen Preis es geht. Man rechnet ja nicht mit sowas", meint der gelernte technische Zeichner, der als Konstrukteur bei der Firma Eberspächer Glasbau in Köngen arbeitet. „Es freut einen natürlich schon", sagt er zu der gelungenen Überraschung.

Bürgermeister Armin Elbl hatte den gebürtigen Wernauer wegen seines „herausragenden Engagements" als Preisträger vorgeschlagen. „Mehr als zwei Drittel seines Lebens" habe er Dienst bei der Wernauer Wehr getan und sich für die Sicherheit der Bevölkerung eingesetzt. „Er schafft es nach wie vor, die Kinder und Jugendlichen für den Feuerwehrdienst zu begeistern und sichert somit den Nachwuchs unserer Freiwilligen Feuerwehr." Im März erhielt Schwarz die Ehrennadel in Gold der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Dietmar Schwarz war als Zwölfjähriger mit drei Kumpels zur Wehr gegangen, als in Wernau die Jugendabteilung gegründet wurde. „Von den zwölf Jugendlichen sind noch vier aktiv." Schwarz spielte früher Fußball und war bei der DLRG. „Irgendwann war ich aber nur noch bei der Feuerwehr." Die Arbeit mit der Technik und die Bewegung gefielen ihm - ein Ausgleich zu seiner sitzenden Tätigkeit. Jeden Mittwoch ab 19 Uhr wird beim Arbeitsdienst geschafft. Atemschutz-Träger ist er inzwischen nicht mehr. Aber als stellvertretender Atemschutz-Gerätewart ist er mitverantwortlich, dass die 16 Geräte, 34 Masken und die 54 Flaschen im Notfall tadellos funktionieren. Als Gruppenführer hat er Dienstbesprechungen, dazu kommen die regelmäßigen Übungen der Wehr im Stadtgebiet.

Immer zwei, drei Mädchen dabei

Die Montagabende sind für den Nachwuchs reserviert. Seit etwa 15 Jahren seien in Wernau immer zwei, drei Mädchen dabei, schon bevor Tochter Sarah in den Umgang mit den Schläuchen eingeweiht wurde. „Die machen genauso mit, sie haben vielleicht weniger Kraft." Bei den Aktiven sind momentan drei Frauen, in der 19-köpfigen Jugendgruppe weiht Schwarz gerade zwei Mädchen in den Brandschutz ein. Die Anfänger lernen in den ersten Stunden einige Knoten. Mit Zimmermannsschlag oder Mastwurf werden Lasten gesichert und festgebunden. „So kann man zum Beispiel eine Axt in den ersten Stock hochziehen." Dazu gibt es kleine Löschangriffe im Hof, das Schlauch-Kegeln, bei dem man versucht, die aufgerollten Wasserschläuche mit Schwung möglichst geradeaus abzurollen. Manchmal steht nur Sport auf dem Programm. Sommers geht es manchmal ins Freibad, ab und zu mit dem Schlauchboot der Wehr. Dort dürfen sie auch außerhalb des Badebetriebs trainieren, was die zehn Taucher der Wehr ebenfalls nutzen. Ein Programmpunkt ködert den Nachwuchs mit Sicherheit: Gewöhnlich endet jeder Abend mit einer Rundfahrt im großen, roten Auto. Dann chauffiert Schwarz seine Truppe eine halbe Stunde durch umliegende Ortschaften. Und in Sonderfällen gibt‘s einen Hamburger und eine Cola für die fleißigen Nachwuchs-Brandbekämpfer. Als Beifahrer darf einer der Jugendlichen das Funkgerät bedienen, es könnte ja sein, dass ein Alarm kommt. „Das war bisher noch nie der Fall", sagt Schwarz.

Alle paar Jahre gibt es eine große Vorführung: eine Fettexplosion. Dann kommen Fettkocher und Gasflasche in den Hof und ein Viertel Glas Wasser auf das kochende Fett. „Das gibt eine acht Meter hohe Flamme." Durch das Erlebnis lernen die Jüngeren eindrücklich, dass man brennendes Fett niemals mit Wasser löscht, sondern mit Wolldecken erstickt. Derzeit entsteht im Hof der Anbau ans Feuerwehrmagazin. Dort bekommt die Jugendgruppe erstmals einen eigenen Raum. Vielleicht lockt das ja neuen Nachwuchs.

In einer zehnteiligen Serie stellt die EZ die Endrundenteilnehmer für den Ehrenamtspreis „Starke Helfer" vor, den sie zusammen mit der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen auslobt.

 

Dieser Artikel wurde original aus dem/der Eßlinger Zeitung entnommen,
wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.

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